Das Fohlen-ABC

Jeder kennt wohl den Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“. Wir wollen ihn nicht überstrapazieren, aber die Basis für ein verlässliches und umgängliches Pferd, wird zweifellos schon im Fohlenalter gelegt. Worauf sollte man achten, oder was sollte man beim Pferdekauf hinterfragen?

  1. Die Aufzucht: Fohlen, die lange genug im Herdenverband leben, werden dort entsprechend „sozialisiert“. D. h. sie lernen von anderen und älteren Pferden, was ok ist und was nicht. Sie bekommen dort „Manieren“ und grundlegende soziale Verhaltensregeln beigebracht. Sie erlernen – genau wie wir Menschen – die Sprache. Im Fall der Pferde ist es eben vor allem Körpersprache. Dies können wir Menschen uns in späterer Folge in der Zusammenarbeit zunutze machen.
  2. Das Vertrauen: schon das Fohlen sollte lernen, dem Menschen zu vertrauen. Ein Fohlen, das sich angstfrei rundum anfassen lässt, wird auch später bei Transport, Hufschmied, Ausrüstung, Tierarzt, etc…. wenig Probleme haben.
    Je mehr ungewöhnliche Gegenstände, Geräusche, Bewegungen das Fohlen bereits kennenlernt, desto besser. Natürlich gilt es immer behutsam vorzugehen und ein Mittelmaß zu finden. Wer’s übertreibt, erreicht das Gegenteil!
    Je entspannter und angstfreier der Mensch mit „neuen“ Dingen umgeht, desto gleichgültiger und vertrauensvoller kann das Pferd/Fohlen sein. Pferde suchen in erster Linier Sicherheit – auch beim Menschen!
  3. Erste Kommandos: Früh übt sich… daher sollten grundlegende Dinge schon dem Fohlen bekannt sein. Dazu zählen:
    • Hufe aufheben
    • Halfter und Führstrick tragen und folgen
    • Anbinden lassen ohne rumzuzappeln
    • kein Knabbern an Ausrüstungsteilen oder Menschen – das verhindert später ein zwickendes und beißendes Pferd

Bei allen Schritten gilt es vor allem

  1. Zeit
  2. Geduld
  3. und Konsequenz

mitzubringen!