Reining

Die Reining gilt als die spektakulärste Westerndisziplin. Sie wird in hohem Grundtempo im Galopp geritten. Dabei ist ein bestimmtes „Pattern“ zu absolvieren, d. h. es sind bestimmte Manöver in vorgegebener Reihenfolge zu reiten. Typische Manöver sind:

  • Run-Down: schneller Galopp auf schnurgerader Linie
  • Sliding-Stopp: schließt sich jeweils an einen Run-Down an. Ein Stop, bei dem das Pferd auf der Hinterhand einige Meter rutscht.
  • Rollback: 180-Grad-Wendung aus dem Galopp wieder in den Galopp
  • Spin: 360-Grad-Wendung, bis zu 4 x Hintereinander
  • Zirkel: unterschiedlich große Kreise, meist in einer Achterfigur geritten, wobei die Zirkel mit (fliegenden) Galoppwechsel verbunden werden und in unterschiedlichem Tempo („speed-control“) zu reiten sind.

 

Entscheidend ist dabei, dass möglichst am losen Zügel geritten wird und die Einwirkung des Reiters kaum sichtbar ist. Es soll dennoch jede Bewegung des Pferdes punktgenau kontrolliert werden. Jedes Stocken, jede Verspätung, ein unwilliges Pferd (also z.B.  Schweif- od. Kopfschlagen) kosten Strafpunkte.

Es können aber auch Pluspunkte für eine schöne, schnelle und saubere Vorführung gegeben werden. Als Durchschnitt wird zunächst der Wert 70 angesetzt. Die Punktevergabe kann zwischen 0 und unendlich liegen. 70 bedeutet also einfach, dass die Manöver korrekt ohne besondere Probleme, aber auch nicht übermäßig gut ausgeführt wurden.