Weitere Disziplinen

Western-Horsemanship

Hier wird die Fähigkeit des Reiters geprüft, gemeinsam mit seinem Pferd vorgeschriebene Manöver durchzuführen. Diese sollen präzise, genau und flüssig sein. Ideal sind vollständiger Einklang zwischen Pferd und Reiter mit minimal sichbaren Hilfen.

Alle Teilnehmer müssen die Arena betreten und dann einzeln arbeiten. Alle Teilnehmer oder nur die Finalisten müssen auch gemeinsam in mindestens einer Richtung arbeiten (eine Pleasure reiten).

Geforderte Manöver sind z.B. Schritt, verstärkter Trab, Galopp, Schlangenlinien, Übergänge, Seitwärtsgänge und Spins. Rückwärtsrichten sollte einmal in der Prüfung vorkommen.

Bewertet wird mit 0 bis 20 Punkten, mit jeweils 1/2 Punkt erlaubter Differenz. Dabei gelten 10 Punkte für das Erscheinungsbild von Pferd und Reiter (körperlicher Gesamtzustand und Kondition des Pferdes, saubere und passende Ausrüstung sowie korrekte Kleidung, Selbstbewußtsein, Sitz & Haltung des Reiters, Handhaltung und Kontakt zum Pferdemaul, Entspanntheit)  und 10 Punkte für die geleistete Arbeit (korrekte Patterns, richtiges Tempo, Genauigkeit, Willigkeit, minimal seh- und hörbare Hilfen).

Beispiel für ein Western Riding Pattern

Western Riding

In dieser Disziplin werden die Pferde nach Qualität der Gänge, der Galoppwechsel, des Gehorsams gegenüber dem Reiter, der Manieren und der Veranlagung beurteilt. Das Pferd soll sich leicht und frei  in angemessener Geschwindigkeit bewegen. Es soll  sensibel und wohl erzogen sein. Entscheidend ist auch die Punktgenauigkeit der Wechsel zwischen den Pylonen.

Dabei werden Pluspunkte für Weichheit und gleichmäßigen Rhythmus vergeben. Wichtig ist die Fähigkeit gleichzeitig mit Vor- und Hinterhand umspringenden Galoppwechsel in der Mitte zwischen den Markern durchzuführen. Das Pferd bei angemessen losem Zügel eine entspannte Kopfhaltung vorweisen, die Gangart soll möglichst nicht unterbrochen werden, oder die Schrittlänge sich verändern.
Der Richter sucht eines der vier Patterns (Aufgaben) aus und ist auch für den korrekten Aufbau verantwortlich., die geritten werden. Der Richter ist für den korrekten Aufbau des Patterns verantwortlich.
Es wird eine Bewertung auf einer Basis von 0 – 100 angenommen, wobei 70 einer durchschnittlichen Leistung entspricht.

Bsp.: Superhorse Pattern 1

Western Superhorse (Western-Vielseitigkeitspferd)

Hier gilt es Aufgaben der Disziplinen Trail, Western Riding, Western Pleasure und Reining zu lösen.

Die Basis für die Punktevergabe sind 70 Punkte; es werden jeweils Punkte abgezogen bzw hinzuaddiert.
Startberechtigt sind Pferde ab 4 Jahre, geritten wird einhändig mit Bit.
Beispiel Superhorse Pattern 1:

Trail-Abschnitt
1. Öffnen, Durchreiten und Schließen des Tores (Handwechsel am Tor ist nicht erlaubt).
2. Rückwärtsrichten durch ein Stangen-L
3. Angaloppieren zum Linksgalopp, Lope Over, mit Sprung über eine max. 35 cm erhöhte Stange
Western-Riding-Abschnitt
4. Fliegende Galoppwechsel auf der langen Seite
Western-Pleasure-Abschnitt
5. Starker Trab von A nach B Job von B nach C Starker Trab von C nach D
Reining-Abschnitt
6. 1 ½ großer, schneller Zirkel nach rechts 1 kleiner langsamer Zirkel nach rechts
7. Stopp, 2 Spins rechts
8. 1 kleiner, langsamer Zirkel links Stopp, 2 Spins links
9. ¾ Zirkel rechts und gerader Run down, zwischen letzter und vorletzter Pylone Sliding Stopp, 10 Tritte Rückwärtsrichten, im Schritt zum Richter zur Inspektion von Gebiss und Zaumzeug.

Leichttraben ist nicht erlaubt, hierfür werden 3 Strafpunkte vergeben.
Beim Auslassen oder Hinzufügen eines Hindernisses oder eines Manövers erhält der Teilnehmer 0 Punkte.

Ranch Riding

In dieser Disziplin soll das Westernpferd optimal als Arbeitspferd präseniert werden. Daher wird bereits bei der Ausrüstung auf Silber und Glitzer verzichtet. Es zählt die Natürlichkeit!

Das Pferd muss in einer Einzelaufgabe verschiedene Hindernisse überwinden bzw. Manöver zeigen: Tor, Schritt- oder Trabstangen, Tempowechsel, Galoppwechsel, usw.)

Dabei soll das Genick etwa auf Widerristhöhe sein und das Pferd versammelt und leicht lenkbar sein.

Detailinformationen und Turnierbestimmungen im Westernreitreglement (OEPS)