Westernpads

Ein Westernpad sieht zwar hübsch aus, hat aber – wie jede Sattelunterlage – ganz konkrete Aufgaben:Westernpads aus verschiedenen Materialien

  1. Ausgleich: es gibt keinen  Sattel, der 100% auf den Pferderücken passt. Kein Rücken ist völlig flach, das Pad gleicht Unebenheiten zwischen Rücken und Sattel aus
  2. Druckverteilung: besonders viskoelastische Unterlagen unterstützen den Sattel bei der Druckverteilung des Reitergewichts.
  3. Absorbierung: durch die diagonalen Bewegungsabläufe wirken verschiedene Zug- und Schubkräfte in unterschiedliche Richtungen. Am besten besteht die Sattelunterlage deshalb aus 2 Schichten, die sich gegeneinander bewegen können und so diese Kräfte absorbieren und Druck verteilen können.
  4. Positionierung: gerade wenn die Muskulatur schon geschädigt ist und der Sattel deshalb rutscht oder schlecht liegt, muss die Unterlage fehlende Muskulatur („Löcher“) auspolstern, damit sich diese Partien erholen und wieder aufbauen können.
    Aber Achtung: mit dem Pad kann man zwar die Gulletweite anpassen oder optimieren,  aber die gesamte Passform des Sattels kann man damit nicht korrigieren!
  5. Hygiene: die Unterlage sollte möglichst naturnah sein, sie ist der unmittelbare Kontakt zur Haut. Lammfell, Baumwolle oder Filz sind also bestens geeignet – solange sie entsprechend gepflegt und gereinigt werden. Sie sind luftdurchlässig und hautverträglich. Kunststoff und Neopren sind zwar pflegeleicht – aber was ziehen wir denn vor? Plastik- oder Lederschuhe? Auf alle Fälle sind auch diese Pads regelmäßig und ordentlich zu reinigen.

Das Westernpad oder die Sattelunterlage soll mit dem richtigen Sattel nicht nur bestehende Probleme ausgleichen, sondern auf lange Sicht einen gesunden Rücken ermöglichen. Eventuell bereits geschädigte Muskulatur soll sich regenerieren – und auch dann soll der Sattel noch passen! Sattel und Pad anpassen ist mitunter ein fortwährender Prozess, zumindest sollte man immer wieder mal die „Sachlage“ überprüfen.