Quarter Horse

Das Quarter Horse gilt heute als das vielseitigste und meistgerittene Pferd der Welt. Seinen Namen verdankt es seiner extremen Schnelligkeit auf kurzen Strecken: Er leitet sich vom “a quarter mile race” (Viertelmeile = ca. 400 Meter) ab. In dieser Disziplin der Flachlandrennen war das kleine wendige Pferd bereits zur Kolonialzeit den aus Europa importierten Vollblütern oftmals überlegen. Einzelne Pferde erreichten auf dieser Kurzstrecke Geschwindigkeiten bis zu 88 kmH.

Geschichte

Die Zucht begann im 17. Jahrhundert ausgehend von der Ostküste Nordamerikas. Importierte Vollblüter aus Europa wurden mit den ansässigen Pferden gekreuzt (welche wiederum in Ihrer Entwicklung durch die ursprünglich von den Spaniern importierten Pferden beeinflusst waren).

Seit 1940 gibt es ein offizielles Stutbuch für Quarter Horses. Die Pferderasse umfasst heute etwa 5 Millionen bei der American Quarter Horse Association (AQHA) registrierte Pferde weltweit.

Merkmale

  • kompakter Körperbau mit kleinem Keilkopf und eher kürzere Beine
  • ausgeprägte Bemuskelung der Hinterhand (daher die Sprintfähigkeit!)
  • handliche Größe von 1,48-1,55 m Stockmaß

Durch diesen Körperbau erhält das Quarter Horse seine extreme Wendigkeit und Beweglichkeit, sowie seine Sprintfähigkeit. Darüberhinaus zeichnet sich sein Wesen durch einen ruhigen nervenstarken Charakter aus. Seine Intelligenz, sein “Cow Sense” (“Kuhverstand”) machen es bis heute zu einem lernwilligen Arbeitspartner. Je nach dem bevorzugten Einsatz (Reining, Pleasure, Trail oder Cutting)  gibt es natürlich eigene Zuchtlinien, welche die jeweiligen Merkmale noch besonders verstärken.

Beim Quarter Horse gibt es zahlreiche verschiedene Fellfarben und -zeichnungen.