Westernsattel anpassen – Holz- oder Kunststoffsattelbaum?


Der Sattelbaum bildet die solide und stabile Grundstruktur des Westernsattels. Er kann aus Holz oder aus flexiblen Kunststoff bestehen. Ein flexibler Sattelbaum kann sich natürlich dem Pferderücken, der Muskulatur und vor allem dem  Bewegungsablauf besser anpassen. Trotzdem ist er nur dann die bessere Wahl, wenn er mindestens genauso gut sitzt wie ein Sattel mit Holzsattelbaum. Ein flexibler Sattelbaum kann zwar den Bewegungsapparat unterstützen, aber eine falsche oder schlechte Passform nicht ausgleichen.  Entscheidend ist nämlich, dass beim Anpassen des Sattels die Teile auf den Körperbau des Pferdes genau abgestimmt sind und an bestimmten Punkten keine Druckstellen verursacht, den durch das Reitergewicht entstehenden Druck vielmehr möglichst gleichmäßig verteilt.
Ziel beim Anpassen eines Westernsattels muss immer ein gesunder Pferderücken sein! Nur ein Pferd ohne Rückenprobleme ist willig und leistungsbereit. Beim Anpassen sollte man also -soweit möglich –  Wert darauf legen, dass

  1. bei Maßanfertigungen mit dem Sattelbaum direkt gearbeitet – also „anprobiert“ wird,
  2. Das Pferd im Stehen aber auch in der Bewegung begutachtet wird
  3. Sattelbaum oder Sattel zunächst am nackten Pferderücken – ohne Unterlage – probieren!

Auch eine Sattelunterlage/Pad kann eine wichtige Rolle spielen und dient nicht nur dem Aufputz! Sie kann aber eine schlechte Passform nicht ausgleichen!